6.5.17

Jagdblog Aktuell

Übersicht über die aktuellen Beiträge im Jagdblog und im Netz zum Thema Jagd:

6.5.2017
Die Causa "Dieter Nagl", der Jagdgegner Dr.Dr. Martin Balluch und die österreichischen Jagdverbände

8.4.2017
Wenn facebook den Lehrprinzen ersetzt, oder: Der einsame Jungjäger

9.11.2016
Ajax letzter Jagdblogeintrag

5.11.2016
Erste Hilfe bei der Drückjagd - eine zufällig anwesende medizinische Fachkraft verhindert Schlimmeres

31.10.2016
Das Schweigen der Jäger
Das Sprichwort: "Höre, sieh und schweige, wenn du in Frieden leben willst" hat bei der Jägerschaft scheinbar Kulttatus.

30.5.2016
Vor 40 Jahren
Es war ein Sonntag, der 30.5.1976

29.5.2016
25 Jahre nach der Wende...
Vor 20 Jahren verließ die Rote Armee den Osten Deutschlands.

18.4.2016
Der Malbaum an der Idaeiche
Oberhalb von Falkenberg liegt der verschlafene Ortsteil Cöthen.

6.4.2015
Wann ist eine Spende an einen Naturschutzverein eine (steuerpflichtige) Schutzgeldzahlung?
Auch NABU Mitglieder sehen  die Spendenbeschaffungsmethoden des NABU äußerst kritisch

22.3.2015:
Imponiergehabe der Funktionäre, oder: Wenn die Basis den Gehorsam verweigert.

14.3.215:
Die flächendeckende Wiedereinbürgerung des Wolfes bedroht unsere Offenlandflächen als Teil unserer Kulturlandschaft

9.2.2015
Die tierschutzgerechte Nachsuche - Hubert Kelle, Forstamtsrat i.R. kommentiert den Bericht des Jagdblogs vom 27.1.2015   

7.2.2015
Der Wolf und unsere Kulturlandschaft. Oder was hat eine Schafkoppel und Mc Donald gemeinsam? 

27.1.2015
Die tierschutzgerechte Nachsuche

13.1.2015
Quo vadis, Jägerschaft?
In zwei Zeitungsartikel aus Bayern binnen 3 Tagen über die Jagd wird die Widersprüchlichkeit der etablierten Jägerschaft erkennbar.


7.1.2015
Als Jäger von der Natur leben
Das glückliche Gefühl, ein Selbstversorger zu sein.

1.1.2015
Im ideologisch verblendeten Veganismus und Vegetarismus feiert das nationalsozialistische Herrenmenschentum fröhliche Urständ
"Adolf-Hitler-Medallie für Tierschützer, Nationalsozialismus und Tierschutz - eine innige Liebesbeziehung

12.12.2014
Die Falknerei als Kulturerbe in Deutschland anerkannt
Der Deutsche Falknerorden hat etwas geschafft, wovon die Jäger nur träumen können

9.12.2014 
Nikolausgeschenk an einen geduldigen Jungjäger
Mit solchen Berichten und Photos brauchen wir Jäger die Öffentlichkeit nicht zu scheuen. 

5.12.2014
Der Flug der Jungkiebitze
Welche Bedeutung hat die Bejagung der Füchse auf die Bodenbrüterpopulation?

30.11.2015
Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen bietet das Studium "Hochschulzertifizierte/r Jagdwirt/in (HfWU)" an. 

22.11.2014
Der Anti-Jagd-Blog: Wenn man vorgibt, der Aufklärung zu dienen, aber demagogische Hetze betreibt.
Die Feindseligkeit zwischen Jägern und fanatischen Tierschützern erreicht einen neuen Höhepunkt.

18.11.2014
Deutschland hat kein Schwarzwildproblem, die Jäger haben ein Kommunikationsproblem
Fazit des Schwarzwildsymposium in Nossen: Die Jäger reden zuviel übereinander und zuwenig miteinander.

12.11.2014
BGS Rüde "Loisl" nach dem Schweißhundeführerseminar zu Besuch im Oderbruch
Die praktische Ausbildung von Jungjägern und Jagdhundeführern sind die Säulen einer zukunftsfähigen Jagd

9.11.2014
Steierische Jägerschaft in Rottenmann zeigt Flagge - Die Feierlichkeiten am Hubertustag sind ein Teil unserer Jagdkultur 
Hubertusfeierlichkeiten statt Regionalkonferenzen

3.11.2014
Zum Hubertustag ein Gastkommentar von Bertram Graf Quadt

25.10.2014
Der Landtagsabgeordnete Michael Billen, genannt "Billen the kid", ein Botschafter für die Jagd
Michael Billen ist nicht nur Landtagsabgeordneter, sondern auch Landwirt, Schnapsbrenner und Jäger und er steht dazu. Zitat:„Das bin ich. Ich bin Bauer, und ich bin Jäger, kein schlimmer Jäger, aber Jäger.“

15.10.2014
Hunde von Kadavern fernhalten: Hasenpest im Landkreis Leipzig nachgewiesen

14.10.2014 
Unfähige Jagdpächter von Burglengenfeld fordern Pille fürs Schwarzwild
Wie eine eigenmächtige Pressearbeit vollständig in die Hose gehen kann.

27.9.2014
"Ich stand irgendwann vor der Entscheidung: Werde ich nun Vegetarierin oder Jägerin?“
Sind Frauen die besseren Botschafter der Jagd? Ein Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung lässt dies vermuten.

27.9.2014
Pressemitteilung der Jägerinnen in Bayern


26.9.2014
Jagdgesetznovelle in NRW – Ideologie statt Fachlichkeit! Will Minister Remmel die Jagd zerschlagen?
Pressemitteilung des Bundesverbandes der Berufsjäger

25.9.2014
"Völlig inakzeptabel"
Gemeinsame Presseerklärung vom Deutschen Jagdverband e.V. und Aktionsbündnis Forum Natur

23.9.2014
Schriftliche Anweisung zur Erlegung von Kahlwild mittels Doublette löst Shitstorm gegen Nationalparkverwaltung aus
Der neue Nationalpark Schwarzwald: Noch kein Jahr alt und schon wird er Opfer eines Shitstorms durch die Jägerschaft

20.9.14 
Die Jägervereinigung  Pfaffenhofen erfüllt schon heute die Auflagen aus dem § 11 des Tierschutzgesetzes
Die Jägerschaft Pfaffenhofen e.V. arbeitet mit dem IHK zertifizierten Hundefachwirt Hans Scharl zusammen und erfüllt die Bestimmungen des § 11 des Tierschutzgesetzes

16.9.2014 
Trophäen sind Erinnerungen- auch für Nichtjäger
Nach über 60 Jahren kehrt das Geweih eines besonderen Kronenhirsches wieder in sein Revier zurück.

16.9.2014 
Drei auf einen Streich 
Eine nicht alltägliche/allnächtliche Schwarzwildstrecke

14.9.2014
“Jäger, nein Danke”!? -  Der Ehrenpräsident des JGHV, Christoph Frucht, geht mit der bisherigen Internetarbeit der Jagdverbänden hart ins Gericht
Der Ehrenpräsdent des Jagdgebrauchshundeverbandes (JGHV) Christoph Frucht sieht die Hauptschuld des schlechten Image der Jäger in der Öffentlichkeit in einer fehlenden professionellen Internetarbeit der Jagd- und Jagdhundeverbände

1.9.2014
Nachdenkliches von einer jungen Jägerin
Eine passionierte Jungjägerin aus Sachsen macht mit ihrem Jagdblog "Jagd ist Passion" auf sich aufmerksam.

30.8.2014
Förderverein Wisent-Welt-Wittgenstein e.V. wird für Wildschäden durch die Wisente haftbar gemacht
Ein Urteil zur Schadensersatzpflicht vor dem Amtsgerichtes Schmallenberg wird weitreichende Folgen für die Wiedereinbürgerung der Wisente im Sauerland haben.

25.8.2014
44-jähriger bei einer Treibjagd tödlich verunglückt
Ein 44-jähriger Mann ist am Sonntagabend bei einem Unfall im Rahmen einer Treibjagd in der Nähe des Weikersheimer Ortsteils Nassau erschossen worden.

23.8.2014
Die gewerbliche Tätigkeit des Hundetrainers, des Hundepsychologen und der Hundeausbilders ist ab dem 1.8.2014 genehmigungspflichtig
Auch Jagdhundeschulen und die Hundeobleute der Kreisjägerschaften sind betroffen. Die Veterinärämter als Genehmigungsbehörden sind vielerorts kaum vorbereitet.

21.8.2014
Das Jagdblog kürt "Das ist Jagd" zum Jagdvideo des Jahres 2014
Unternehmensberater Carsten Raukohl zeigt, dass dringend Professionalität bei der Darstellung der Jagd im Internet gefordert ist,  wenn die Jagd überleben will.

13.8.2014 
Wenn wir Jäger die Jagd als ein Teil unserer Kultur etablieren wollen, dann muss ihre stilvolle Darstellung selbstverständlich sein
Die Präsentation der Jagd ist ein wichtiger Bestandteil der jagdlichen Öffentlichkeitsarbeit

8.8.2014
"Wo die Sonne der (Jagd)kultur niedrig steht, da werfen Zwerge lange Schatten"
Wenn die Verbandsdisziplin erste Auflösungserscheinungen zeigt und profilierungssüchtige Interessensgruppen innerhalb der Jägerschaft anfangen, ihr eigenes Süppchen zu kochen.

4.8.2014
Der "Hirschrufer" Immo Ortlepp, ein Botschafter für die Jagd
Ein Portrait des Berufsjägers und Waldpädagogen Immo Ortlepp

29.7.2014
Netzwerken ist keine Einbahnstraße!
Große Teile der Jägerschaft erkennen den Sinn des Internets als Informations- und Kommunikationsplattform (noch) nicht.

28.7.2014
Erntejagd mit Damen
Max Götzfried, die Sauen, die Jagd und die Mädels- eine Gallionsfigur der jagdlichen Öffentlichkeitsarbeit.

28.7.2014
"Mein Mann der Bambi-Killer"
Aus dem Leben der Ehefrau eines Jägers

26.7.2014
Kein Schutzstatus für Wolf und Luchs - Aufnahme ins Jagdrecht Onlinepetition gestartet
Onlinepetition für die Aufnahme des Wolfes und des Luchses ins Jagdrecht angelaufen

25.7.2014
Jagd und Öffentlichkeit – Das Schweigen im Wald?
Der aktuelle Jagdtalk auf Jagd und Natur tv

18.7.2014
Internetauftritte und Öffentlichkeitsarbeit - ein Kämpfer für eine bessere Darstellung der Jagd in der Öffentlichkeit stellt sich vor 
Gastbeitrag von Joachim Orbach

16.7.2014
Von der Pressemitteilung bis zum Radio- und Video-Broadcast - Die Internetportale für Jagd und Natur rücken enger zusammen
Das Nachrichtenportal mit aktuellen Meldungen über Jagd und Natur "Neue Medien Jagd" geht online

14.7.2014
Deutsches Jagdlexikon- Eine Informationsquelle für Jäger
Eine Informationsquelle im Zeichen der Zeit. Ein Interview mit dem Gründer Volker Seifert

2.7.2014
Junge Jäger Sachsen auf dem Vormarsch - Dank Unterstützung durch die Jägerschaft Westerzgebirge e.V.
Die Jungen Jäger Sachsens geben sich kämpferisch


26.6.2015
Forstbetriebe in Brandenburg bieten Jungjägern verbilligte Pirschbezirke als Einstieg ins aktive Jagen an
Eine Bankrotterklärung der Jägerschaft an die eigene Nachwuchsarbeit.

20.6.2014
Außer Spesen nichts gewesen
Bericht vom Symposium "Hat die Jagd noch Zukunft? Das Image von Jagd und Jägern heute"

6.6.2014
Fast 400 Jagdhundprüfungstermine auf dem Jagdportal online- Der erste Schritt zur Digitalisierung des Jagdgebrauchshundewesens ist getan  
Das Suchen hat eine Ende: Alle Jagdgebrauchshundeprüfungen abrufbar auf einer Datenbank.

4.6.2014
Ansehensschädigung der Jägerschaft im Internet - Version 2.0 
Das Image der Jagd, die Jäger in der Öffentlichkeit und  das Internet - eine neue Zeitrechnung hat begonnen, aber die meisten Jäger  haben es noch nicht begriffen.

31.5.2014
Einige Jäger selbst sind die größten Feinde der Jagd
Josef Pröll, ein Jagdfunktionär, den keiner braucht

18.5.2014
Landesrechnungshof Thüringen rät der Landesregierung zur Abschaffung der Jagdabgabe
Landesrechnungshof sieht in der Jagdabgabe eine "instutionelle Förderung statt Projektförderung"

14.5.2014
Das Deutsche Jagdportal geht online
Die Zusammenarbeit mit einem Softwareunternehmen- eine nicht alltägliche Erfahrung

Die Causa „Dieter Nagl“, der Jagdgegner Dr. Dr. Martin Balluch und die österreichischen Jagdverbände

Die österreichische Jagdpolitik steht vor einer Zeitenwende 

In unserem für seine Beschaulichkeit bekanntes Nachbarland Österreich vollzieht sich in der Jagdpolitik, von der deutschen Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt, ein erstaunlicher Wandel.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Jagd in Österreich und Deutschland

Zunächst gilt es anzumerken, dass durch die historischen, nicht immer ruhmvollen Gemeinsamkeiten, Österreich und Deutschland weitestgehend ein identisches Jagdgesetz haben. Auch ist die föderale Zuständigkeit der Jagd in beiden Ländern gleich.
Doch in einem wesentlichen Punkt gibt es einen erheblichen Unterschied: 
Die Jagd ist in Österreich in einem viel größeren Rahmen Bestandteil der Gesellschaft. Und während sich in Deutschland immer mehr Prominente aus Politik und Gesellschaft aus der Jagd zurückziehen, ist die Jagd in Österreich immer noch für die gehobenen Kreise ein wichtiger Ort, an dem man seine Netzwerke pflegen kann.

Auch hat die Jagd in Österreich im Gastgewerbe einen festen Platz. Nicht nur Berufs- und Aufsichtsjäger, sondern auch Beherbergungsbetriebe leben gut von der kommerziellen Jagdnutzung in Österreich, die es in der Form in Deutschland nicht gibt.

Da bleibt es nicht aus, dass diese wirtschaftliche Nutzung der Jagd durch Jagdveranstaltungen Blüten treibt, wie sie dem Ansehen der Jagd eher nicht dienlich sind. Einige Grundbesitzer in verschiedenen Bundesländern in Österreich betreiben die Gatterjagd auf Hochwild und die Niederwildjagd auf Zuchtfasane, um so die Einnahmen ihrer Wälder und Güter zu erhöhen. Dies wäre weiter nicht schlimm, hätten sich nicht die Tierschützer, allen voran der promovierte Naturwissenschaftler Dr. Dr. Martin Balluch auf diese zweifelhafte Form der Jagd eingeschossen. Sie fordern medienwirksam das Ende dieser Jagdformen durch gesetzliche Verbote, was bereits zu Gesetzesänderungen in einzelnen Bundesländern geführt hat.

Die Causa „Dieter Nagl“

Interessant an dieser seit einigen Jahren erbittert geführten  Auseinandersetzung zwischen Tierschützern einerseits und Jägern und Jagdverbänden anderseits ist das sehr unterschiedliche Verhalten der österreichischen Jagdverbände.

Als erstes ergriff der niederösterreichische Jagdverband die Initiative und schickte ihren Referenten für Öffentlichkeitsarbeit, einen gewissen Herrn Dieter Nagl, in den Kampf.

Herr Nagl ist nicht nur ein Waffennarr, sondern auch ein passionierter Großwildjäger, der in sozialen Medien damit prahlt, in Afrika Affen gleich dutzendweise aus den Bäumen zu schießen. Er gibt an, im Hauptberuf Fotograf zu sein.
Warum sich der niederösterreichische Jagdverband entschieden hat, ausgerechnet die hochsensible Materie der Öffentlichkeitsarbeit in die Hände dieses empathielosen Mannes zu legen, wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Scheinbar wollte man sich die Finger nicht schmutzig machen und man brauchte gegen die immer aggressiver agierenden Jagdgegner unter der Führung von Dr. Dr. Balluch einen Mann fürs Grobe, so einen echten „Hau drauf“. Anders lässt sich diese personelle Fehlbesetzung einfach nicht erklären. Dass solche Schüsse, historisch bewiesen, fast immer nach hinten los gehen, wollte der Verband in seiner Perspektivenlosigkeit wohl nicht sehen.
Auch die bereits in den sozialen Medien erworbenen Kenntnisse des Herrn Nagl werden den Ausschlag gegeben haben. Er ist Administrator einer jagdlichen Facebookgruppe mit dem Namen „Jagd- Gruppe der waidgerechten Jäger“ mit momentan über 15.000 Mitgliedern.
Hier führt er ein strenges Regiment. Es gilt der Grundsatz: „Wer nicht mein Freund ist, der ist mein Feind“ und wer sich über seinen rüden Umgangston beschwert, ob gegen Jagdgegner oder Jäger, der wird ohne Vorwarnung aus der Gruppe entfernt.
Mit dem gemeinsamen Feindbild der Jäger, den Jagdgegnern, hat er die wenig homogene Gruppe der Jäger geschickt geeint. Seine Beträge dort zum Thema Jagdgegner sind an Niveaulosigkeit und Primitivität kaum zu überbieten. Retorisch wenig begabte Jäger scheinen daran großen Gefallen zu finden.



Herr Dr. Dr. Martin Balluch

Was weder der niederösterreichische Jagdverband noch Herr Nagl erkannten, war die Qualität ihres Feindes. Der Vorsitzende der Tierrechtsorganisation Verein gegen Tierfabriken (VgT) Herr Dr. Dr. Martin Balluch ist ein anderes Kaliber. Der zweifach promovierte Wissenschaftler (Physik, Philosophie) hat schon einige Erfahrungen im Rebellentum gegen die Obrigkeit. Solche Leute sehen in einem empatielosen Pöbler wie Herr Dieter Nagl eher ein dankbares Opfer, das man medienwirksam vorführt und schlachtet, als einen echten Gegner.

Und so kam, was kommen musste:
Die beiden Herren Nagl und Dr. Dr. Balluch trafen sich wegen einer Schadensersatzklage, angestrengt durch Hern Dr. Dr. Balluch vor Gericht wieder. Zwar einigte man sich wenige Stunden vor dem Gerichtstermin auf einen Vergleich, aber für Herrn Dr. Dr. Martin Balluch war es ein Erfolg auf ganzer Linie. Durch die Übernahme aller Gerichts- und Anwaltskosten durch Herr Nagl und einer pauschal zugestandenen nicht unerheblichen Schadensumme kommt der Vergleich einem gewonnenen Prozess gleich.



Die Jagdverbände handeln nach dem „Drei-Affen-Prinzip“

Seit Monaten schon verfolgt das JagdBlog die Medien in der Causa „Dieter Nagl“. Auch füttern wir ständig die Suchmaschinen mit den Begriffen, die auf Artikel der Jägerschaften hinweisen könnten, in denen die Jagdverbände zum Thema „Gatterjagd“ und „Jagd auf Zuchtfasane“ Stellung nehmen. Doch die Jagdverbände hüllen sich in kollektives Schweigen. Man überlässt die Themen vollständig den Jagdgegnern und ihren Internetportalen. Auch zur Causa „Dieter Nagl“ spielt man „toter Mann“.
Scheinbar hat der niederösterreichische Jagdverband die „Drei Affen“ zum Grundprinzip der Berichterstattung über ihren Funktionär Dieter Nagl gewählt.

Wir nahmen das Schweigen der Verbände um Anlass, eine eigene Anfrage bei der Zentralstelle österreichischer Landesjagdverbände zu stellen. Auch hier wird der Kopf in den Sand gesteckt und man versucht die Causa „Dieter Nagl“ auszusitzen. Die Email wurde bis heute nicht beantwortet. Gute Pressearbeit sieht anders aus.

Hier unsere Emailanfrage:

Stefan Fügner jagdblog@googlemail.com

26. Apr. (vor 10 Tagen)
an jagdpresse; Bcc: Manuela
--

Presseanfrage bezüglich des Prozesses des Herrn Dieter Nagl in seiner Funktion als Funktionär des niederösterreichischen Jagdverbandes und Herrn Dr. Martin Balluch in seiner Funktion als Vorsitzender des Vereins gegen Tierfabriken“ (VGT)

Sehr geehrter Herr Dr. Lebersorger,
sehr geehrte Damen und Herren,

seit Monaten kursieren in den sozialen Medien Informationen über den Prozess des Herr Dr. Marin Balluch gegen Herrn Dieter Nagl. In der Sache geht es um eine Beleidigungsklage des Herrn Dr. Balluch gegen Herrn Nagl als Funktionär des Landesjagdverbandes. Den sozialen Medien kann man entnehmen, dass sich die streitenden Parteien außergerichtlich geeinigt haben und Herr Nagl eine Entschädigungssumme an den Verein zahlt, dem Herr Dr. Balluch vorsteht und ein weitere Summe an Herrn Dr. Balluch selbst. Zudem übernimmt Herr Nagl sämtliche Anwalts- und Gerichtskosten beider streitenden Parteien.

Seitens der österreichischen Jagdverbände gibt es bis heute keine Stellungnahme zum Prozess. Weder über den Verlauf des Prozesses noch über dessen Ausgang finde sich seitens Ihres Verbandes Informationen im Internet.

Zum Prozess und dessen Ausgang habe ich als Betreiber des Jagdlogs „Jagdglog-das etwas andere Jagdtagebuch“ einige Fragen an Ihren Verband, da ich dem Prozess einen ausführlichen Artikel widmen möchte:

  1. Hat der niederösterreichische Landesjagdverband oder der Zentralverband Herrn Dieter Nagl bei der Prozessführung anwaltlich vertreten oder rechtlich beraten?
  2. Hat einer der Verbände Herrn Dieter Nagl wirtschaftlich bei der Prozessführung unterstützt?
  3. Ist Herr Dieter Nagl weiterhin Funktionär des niederösterreichischen Landesjagdverbands und wenn nicht seit wann nicht mehr?
  4. Ist Herr Dieter Nagl überhaupt noch Mitglied eines Jagdverbandes?
  5. Zieht der Prozessausgang ein verbandsinternes Disziplinarverfahren gegen Herrn Dieter Nagl nach sich?
  6. Werden Sie als Verband zum prozessualen Ausgang des Streits der beiden Herren Stellung nehmen?
  7. Wurde der von Herrn Dieter Nagl in den öffentlichen Medien eingetriebenen Spendenaufruf von Ihnen unterstützt und wurde die korrekte Verwendung dieser Spenden von Ihrem Verband kontrolliert?
  8. Fand dieser Spendenaufruf Ihre Billigung?
  9. Warum wurde dieser Spendenaufruf nicht von Ihnen medienwirksam unterstützt?
  10. Ist dieser Spendenaufruf aus Ihrer Sicht vereinsrechtlich und vor allem steuerrechtlich vertretbar?
  11. Erhalten die Unterstützer des Herrn Dieter Nagl für Ihre Spenden nun eine Quittung von Ihrem Verband, damit die Spende steuerlich geltend gemacht werden kann?


Wir würden uns freuen, wenn Sie mir diese Fragen beantworten würden, da bei meinem Artikel über diesen Fall die Position Ihres verbandes darstellen möchte. Zudem besteht in der Öffentlichkeit und hier insbesondere in den sozialen Medien erheblicher Informationsbedarf zur Causa Nagl.


Mit freundlichen Grüßen und einem Waidmannsheil aus Brandenburg



Stefan Fügner 


JagdBlog - das etwas andere Jagdtagebuch
www.jagdblog.blogspot.com



Die Salzburger Jägerschaft geht andere Wege

Doch es gibt unter den österreichischen Jagdverbänden scheinbar einige, die dem unprofessionellen Treiben nicht weiter tatenlos zusehen wollen.
Für viele eher überraschend, wählte letzte Woche die Salzburger Jägerschaft einen neuen Landesjägermeister. Es ist der für Jagdfunktionäre noch sehr junge Maximilian Mayr-Melnhof (47), ein Spross der salzburger Mayr-Melnhof Dynastie. Er ist auch der einzige prominente Jäger, der bereits in den letzten Monaten klar zur Jagd und zur Gatterjagd Stellung bezog und mit seinen Interviews nicht nur sich, sondern auch die Jägerschaft gegen die Angriffe der Jagdgegner vertrat.

Maximilian Mayr-Melnhof ist (Jagd)unternehmer durch und durch und für seine Familie und ihn steht bei der Jagd viel auf dem Spiel. Die Familie Mayr-Melnhof kann und will scheinbar der Tatenlosigkeit der Verbände in der Jagdpolitik nicht weiter zusehen und die Öffentlichkeitsarbeit der Jagd professionalisieren.
Die erste Amtshandlung nach der Wahl zum Landesjägermeister des Maximilian Meyr-Melnhof ist die öffentliche Ausschreibung eines Pressesprechers für die Salzburger Jägerschaft. Es kann davon ausgegangen werden, dass Maximilian Mayr-Melnhof ein ganz besonderes Augenmerk auf die Besetzung dieser Position legen wird.

Hier einige Zitate des neuen Landesjägermeisters Maxilmilian Mayr-Melnhof, die einen hoffnungsvoll stimmen:


Wir wollen eine Person anstellen, die sich darum kümmert“

Wir wollen uns erklären und zeigen, was wir tun und können, und uns nicht nur rechtfertigen“

Wir wollen die Waldpädagogik in Richtung Jagdpädagogik ummünzen“

Wir müssen wissen, wie wir uns besser verkaufen“



Die Wahl des jungen Maxmilian Mayr-Melnhof zum Landesjägermeister kann durchaus als Zeitenwende in der österreichischen Jagdpolitik gesehen werden.

Waidmannheil

Euer

Stefan